Nachhaltige Baustoffe für ein gesundes Raumklima

Unsere Gebäude sind mehr als nur Strukturen aus Stein, Beton und Holz. Sie sind unsere Zuflucht, unser Arbeitsumfeld, unser Lebensraum, und sie haben einen tiefgreifenden Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Die Auswahl der richtigen Baustoffe spielt eine entscheidende Rolle bei der Schaffung eines gesunden Raumklimas und dem Schutz unserer Umwelt. Sie kann den Unterschied zwischen einem Raum, in dem man frei atmen, sich gut erholen und gedeihen kann, und einem Raum, der Stress, Allergien und Unbehagen verursacht, ausmachen. Dieser Artikel untersucht verschiedene nachhaltige Baustoffe und deren Einfluss auf die Qualität der Raumluft. Zum Schluss erfolgt noch eine kleine Kostenbetrachtung. Begleiten Sie uns auf dieser Reise zu einer bewussteren und gesünderen Art des Bauens, in der ihr Wohlbefinden im Mittelpunkt steht.

 

Teil 1: Beispiele nachhaltiger Baustoffe

Nachhaltige Baustoffe zeichnen sich durch eine Vielzahl ökologischer Eigenschaften aus, die sie zu einer umweltfreundlichen Alternative zu herkömmlichen Materialien machen. Hier werden wir einige dieser Baustoffe genauer betrachten und ihre ökologischen Vorzüge beleuchten:

Lehm: Lehm ist ein altbewährter Baustoff, der in den letzten Jahren wieder absolut im Trend liegt und für seine ausgezeichneten feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften bekannt ist. Schon immer ist Lehm ein natürlich vorkommendes Material, das keine schädlichen Emissionen abgibt und nahezu beliebig oft wiederverwendet werden kann. Es gibt nicht nur klassische Lehmputze, die sich übrigens mit etwas Geschick und fachmännischer Anleitung auch sehr gut selbst verarbeiten lassen, sondern bspw. auch Trockenausbauplatten, sogar mit bereits integrierten Heizleitungen für die Erstellung einer Wandheizung. Außerdem sind auch Kombinationen, beispielsweise mit Hanf, wie Hanf-Lehm-Steine erhältlich.

Kalk: Kalk ist äußerst vielseitig einsetzbar und ein umweltfreundlicher Baustoff. Es gibt allerdings Unterschiede in der Herstellung von Industriekalk und Naturkalkprodukten, die man nicht außer Acht lassen sollte. Auch Kalk erfreut sich seit einiger Zeit wieder zunehmender Beliebtheit. Bei Kalk gilt ebenfalls, neben den klassischen Kalkputzen und Kalkmörteln sind mittlerweile viele weitere Produkte erhältlich. Beispiele sind Dämmstoffe, Hanf-Kalk-Steine, Hanf-Kalk-Trockenbauplatten und viele mehr.

Holz: Holz ist ein erneuerbarer Baustoff, der eine natürliche Wärmedämmung bietet. Holz und Holzprodukte sind unglaublich vielseitig einsetzbar und haben hervorragende Eigenschaften. Nicht zu unterschätzen: Holz bindet während seines Wachstums große Mengen an CO₂, das es in Häusern und Möbeln über viele, viele Jahre speichert. Und auch danach setzt Holz nicht mehr CO₂ frei, als es in der Wachstumsphase aufgenommen hat.

Hanf: Hanf ist eine nachhaltige Alternative mit exzellenten Isoliereigenschaften. Die Produktion ist energiearm, zusätzlich bindet Hanf CO₂. Die Pflanze ist schnell wachsend und recht anspruchslos, was den Standort angeht. Auf Pestizide kann beim Anbau verzichtet werden. Hanf ist äußerst langlebig und schwer brennbar. Als Dämmstoff und in Kombination mit Kalk und Lehm gibt es mittlerweile eine breite Palette an Anwendungsbereichen.

Weitere Materialien: Neben den genannten Beispielen gibt es noch viele weitere nachhaltige Baustoffe, die teils nur für kleine Nischen, teils aber auch für Anwendungen im größeren Maßstab taugen. Interessant sind auch Recyclingbaustoffe, die, insofern man eine Schadstofffreiheit gewährleisten kann, eine gut gute ökologische Alternative darstellen können. Schließlich verringert sich so der Einsatz von Primärressourcen, die nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen.

 

Teil 2: Auswirkungen auf das Raumklima

Nachhaltige Baustoffe sind nicht nur ökologisch verträglich, sondern sie beeinflussen auch maßgeblich das Raumklima in Gebäuden. Ihre Verwendung kann dazu beitragen, Innenräume gesünder, komfortabler und nachhaltiger zu gestalten. Hier werfen wir einen genaueren Blick auf die Auswirkungen dieser Baustoffe auf das Raumklima:

Lehm: Lehm als Baustoff hat herausragende Eigenschaften zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit. Er kann Feuchtigkeit aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben, was zu einem stabilen Raumklima beiträgt. Dies ist besonders vorteilhaft in Regionen mit starken Temperaturschwankungen. Lehmwände können außerdem Schadstoffe aus der Luft filtern und so die Luftqualität verbessern.

Kalk: Kalkbasierte Materialien, wie Kalkputz oder Kalkfarben, tragen zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit bei und schaffen ein angenehmes Raumklima. Sie sind auch von Natur aus alkalisch (wenn sie feucht werden) und wirken daher schimmelhemmend. Die Verwendung von Kalk als Baustoff kann Allergikern zugutekommen, da er Schadstoffe aus der Luft absorbiert.

Holz: Holz als Baumaterial hat natürliche isolierende Eigenschaften, die zur Aufrechterhaltung einer konstanten Raumtemperatur beitragen. Es sorgt für Behaglichkeit und trägt dazu bei, den Energieverbrauch für Heizung und Kühlung zu reduzieren. Holz kann ebenfalls das Raumklima regulieren, da es Feuchtigkeit in gewissen Mengen puffern kann. Darüber hinaus ist es einer der schönsten, lebendigsten, abwechslungsreichsten und vielseitigsten Baustoffe überhaupt.

Hanf: Hanffasern werden zunehmend als Dämmmaterial verwendet. Sie regulieren die Feuchtigkeit effizient, was das Raumklima angenehm hält. Hanf hat außerdem natürliche schalldämmende Eigenschaften, was die Lärmbelastung in Innenräumen reduziert. Die Verwendung von Hanf als Dämmstoff kann zu einem ruhigeren und komfortableren Wohnraum führen. Er ist nicht besonders anfällig für Schimmel und kann gerade in Verbindung mit Kalk bedenkenlos eingesetzt werden.

Naturfarben: Die Wahl der Farben kann erhebliche Auswirkungen auf das Wohlbefinden und somit weiteren Sinne auf das Raumklima haben. Natürliche Farbpigmente, die aus Pflanzen, Mineralien oder Erden gewonnen werden, sind frei von schädlichen Chemikalien und emittieren somit keine Schadstoffe. Solche Farben strahlen oft eine beruhigende und natürliche Atmosphäre aus und können somit das Wohlbefinden der Bewohner steigern.

Naturfasern: Bei Polstermöbeln, Vorhängen und Teppichen aus Naturfasern sind die Vorteile vielfältig. Sie sind schadstofffrei* und belasten die Raumluft nicht mit unerwünschten Chemikalien. Dank ihrer natürlichen Farben integrieren sie sich harmonisch in die Umgebung und erzeugen eine ruhige und angenehme Atmosphäre. Zudem sind Naturfasern langlebig und neigen nicht zur statischen Aufladung. *Vorsicht: das ist nicht selbstverständlich und sollte immer kritisch hinterfragt werden.

 

Teil 3: Kosten von ökologisch nachhaltigen Baustoffen

Baubiologie Geld

Kosten für baubiologische Häuser

Die Verwendung nachhaltiger Baustoffe ist zweifellos eine investitionsintensive Entscheidung. Im Vergleich zu konventionellen Materialien können sie höhere Anschaffungskosten mit sich bringen. Allerdings ist es wichtig zu bedenken, dass diese höheren Kosten oft durch langfristige Einsparungen und gesundheitliche Vorteile ausgeglichen werden. Hier analysieren wir die Kosten von nachhaltigen Baustoffen und setzen sie in Relation zu den potenziellen Vorteilen.

Kostenvergleich:

Als Mehrkosten für baubiologisch verträgliches, nachhaltiges Bauen werden oft Werte zwischen 5 und 15 % genannt im Vergleich zu ihren konventionellen Gegenstücken. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Kostenunterschiede stark von Material zu Material variieren.

Lehm: Lehm ist in vielen Regionen kostengünstig verfügbar und kann eine wirtschaftliche Wahl darstellen.

Kalk: Kalkbasierte Materialien können etwas teurer sein, bieten aber Vorteile wie Schimmelresistenz und Luftreinigung, die die Gesundheit der Bewohner verbessern und potenzielle medizinische Kosten senken können.

Holz: Holz hat oft wettbewerbsfähige Preise, da er auch im konventionellen Bau vielfältig eingesetzt wird und seine natürliche Isolierfähigkeit kann den Energieverbrauch und die Heizkosten erheblich reduzieren.

Hanf: Obwohl Hanf als Dämmmaterial etwas teurer sein kann, bieten seine schalldämmenden Eigenschaften und seine Fähigkeit zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit zusätzlichen Komfort. Die Entsorgungskosten sollten gegenüber erdölbasierten Produkten deutliche Vorteile bringen.

Naturfarben: Naturfarben sind in der Regel leicht teurer als herkömmliche Farben aufgrund der aufwendigeren Gewinnung natürlicher Pigmente. Ihre Verwendung ist jedoch ein Beitrag zur Innenraumluftqualität und damit zur Gesundheit.

Naturfasern: Möbel, Vorhänge und Teppiche aus Naturfasern können tendenziell höher bepreist sein als ihre synthetischen Pendants. Die Investition zahlt sich jedoch in Form von Langlebigkeit und Gesundheitsvorteilen aus.

Langfristige Einsparungen:

Die höheren Anfangsinvestitionen in nachhaltige Baustoffe können sich langfristig auszahlen. Zum Beispiel kann die Verwendung von Holz als Dämmstoff dazu beitragen, Heiz- und Kühlkosten zu senken. Lehm kann zur Verbesserung der Raumluftqualität und zur Vermeidung von Gesundheitsproblemen beitragen. Außerdem haben nachhaltige Baustoffe in der Regel eine längere Lebensdauer, was zu geringeren Instandhaltungskosten führt. Bei den Entsorgungskosten haben sie in der Regel Kostenvorteile.

 

Fazit:

Nachhaltige Baustoffe sind zwar in der Anschaffung teurer, bieten jedoch langfristige Vorteile, die die anfänglichen Kosten rechtfertigen. Diese Materialien tragen dazu bei, Betriebskosten zu senken, indem sie Energieeffizienz fördern, die Gesundheit der Bewohner verbessern und die Umweltauswirkungen minimieren. In der heutigen Zeit, in der Umweltfreundlichkeit und Wohlbefinden immer wichtiger werden, sollten die höheren Kosten von nachhaltigen Baustoffen als eine Investition in eine nachhaltige und gesunde Zukunft betrachtet werden.

 

Weitere Informationen:
DGNB
UBA
IBN

 

Nachhaltige Baustoffe für ein gesundes Raumklima

Unsere Gebäude sind mehr als nur Strukturen aus Stein, Beton und Holz. Sie sind unsere Zuflucht, unser Arbeitsumfeld, unser Lebensraum, und sie haben einen tiefgreifenden Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Die Auswahl der richtigen Baustoffe spielt eine entscheidende Rolle bei der Schaffung eines gesunden Raumklimas und dem Schutz unserer Umwelt. Sie kann den Unterschied zwischen einem Raum, in dem man frei atmen, sich gut erholen und gedeihen kann, und einem Raum, der Stress, Allergien und Unbehagen verursacht, ausmachen. Dieser Artikel untersucht verschiedene nachhaltige Baustoffe und deren Einfluss auf die Qualität der Raumluft. Zum Schluss erfolgt noch eine kleine Kostenbetrachtung. Begleiten Sie uns auf dieser Reise zu einer bewussteren und gesünderen Art des Bauens, in der ihr Wohlbefinden im Mittelpunkt steht.

 

Teil 1: Beispiele nachhaltiger Baustoffe

Nachhaltige Baustoffe zeichnen sich durch eine Vielzahl ökologischer Eigenschaften aus, die sie zu einer umweltfreundlichen Alternative zu herkömmlichen Materialien machen. Hier werden wir einige dieser Baustoffe genauer betrachten und ihre ökologischen Vorzüge beleuchten:

Lehm: Lehm ist ein altbewährter Baustoff, der in den letzten Jahren wieder absolut im Trend liegt und für seine ausgezeichneten feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften bekannt ist. Schon immer ist Lehm ein natürlich vorkommendes Material, das keine schädlichen Emissionen abgibt und nahezu beliebig oft wiederverwendet werden kann. Es gibt nicht nur klassische Lehmputze, die sich übrigens mit etwas Geschick und fachmännischer Anleitung auch sehr gut selbst verarbeiten lassen, sondern bspw. auch Trockenausbauplatten, sogar mit bereits integrierten Heizleitungen für die Erstellung einer Wandheizung. Außerdem sind auch Kombinationen, beispielsweise mit Hanf, wie Hanf-Lehm-Steine erhältlich.

Kalk: Kalk ist äußerst vielseitig einsetzbar und ein umweltfreundlicher Baustoff. Es gibt allerdings Unterschiede in der Herstellung von Industriekalk und Naturkalkprodukten, die man nicht außer Acht lassen sollte. Auch Kalk erfreut sich seit einiger Zeit wieder zunehmender Beliebtheit. Bei Kalk gilt ebenfalls, neben den klassischen Kalkputzen und Kalkmörteln sind mittlerweile viele weitere Produkte erhältlich. Beispiele sind Dämmstoffe, Hanf-Kalk-Steine, Hanf-Kalk-Trockenbauplatten und viele mehr.

Holz: Holz ist ein erneuerbarer Baustoff, der eine natürliche Wärmedämmung bietet. Holz und Holzprodukte sind unglaublich vielseitig einsetzbar und haben hervorragende Eigenschaften. Nicht zu unterschätzen: Holz bindet während seines Wachstums große Mengen an CO₂, das es in Häusern und Möbeln über viele, viele Jahre speichert. Und auch danach setzt Holz nicht mehr CO₂ frei, als es in der Wachstumsphase aufgenommen hat.

Hanf: Hanf ist eine nachhaltige Alternative mit exzellenten Isoliereigenschaften. Die Produktion ist energiearm, zusätzlich bindet Hanf CO₂. Die Pflanze ist schnell wachsend und recht anspruchslos, was den Standort angeht. Auf Pestizide kann beim Anbau verzichtet werden. Hanf ist äußerst langlebig und schwer brennbar. Als Dämmstoff und in Kombination mit Kalk und Lehm gibt es mittlerweile eine breite Palette an Anwendungsbereichen.

Weitere Materialien: Neben den genannten Beispielen gibt es noch viele weitere nachhaltige Baustoffe, die teils nur für kleine Nischen, teils aber auch für Anwendungen im größeren Maßstab taugen. Interessant sind auch Recyclingbaustoffe, die, insofern man eine Schadstofffreiheit gewährleisten kann, eine gut gute ökologische Alternative darstellen können. Schließlich verringert sich so der Einsatz von Primärressourcen, die nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen.

 

Teil 2: Auswirkungen auf das Raumklima

Nachhaltige Baustoffe sind nicht nur ökologisch verträglich, sondern sie beeinflussen auch maßgeblich das Raumklima in Gebäuden. Ihre Verwendung kann dazu beitragen, Innenräume gesünder, komfortabler und nachhaltiger zu gestalten. Hier werfen wir einen genaueren Blick auf die Auswirkungen dieser Baustoffe auf das Raumklima:

Lehm: Lehm als Baustoff hat herausragende Eigenschaften zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit. Er kann Feuchtigkeit aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben, was zu einem stabilen Raumklima beiträgt. Dies ist besonders vorteilhaft in Regionen mit starken Temperaturschwankungen. Lehmwände können außerdem Schadstoffe aus der Luft filtern und so die Luftqualität verbessern.

Kalk: Kalkbasierte Materialien, wie Kalkputz oder Kalkfarben, tragen zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit bei und schaffen ein angenehmes Raumklima. Sie sind auch von Natur aus alkalisch (wenn sie feucht werden) und wirken daher schimmelhemmend. Die Verwendung von Kalk als Baustoff kann Allergikern zugutekommen, da er Schadstoffe aus der Luft absorbiert.

Holz: Holz als Baumaterial hat natürliche isolierende Eigenschaften, die zur Aufrechterhaltung einer konstanten Raumtemperatur beitragen. Es sorgt für Behaglichkeit und trägt dazu bei, den Energieverbrauch für Heizung und Kühlung zu reduzieren. Holz kann ebenfalls das Raumklima regulieren, da es Feuchtigkeit in gewissen Mengen puffern kann. Darüber hinaus ist es einer der schönsten, lebendigsten, abwechslungsreichsten und vielseitigsten Baustoffe überhaupt.

Hanf: Hanffasern werden zunehmend als Dämmmaterial verwendet. Sie regulieren die Feuchtigkeit effizient, was das Raumklima angenehm hält. Hanf hat außerdem natürliche schalldämmende Eigenschaften, was die Lärmbelastung in Innenräumen reduziert. Die Verwendung von Hanf als Dämmstoff kann zu einem ruhigeren und komfortableren Wohnraum führen. Er ist nicht besonders anfällig für Schimmel und kann gerade in Verbindung mit Kalk bedenkenlos eingesetzt werden.

Naturfarben: Die Wahl der Farben kann erhebliche Auswirkungen auf das Wohlbefinden und somit weiteren Sinne auf das Raumklima haben. Natürliche Farbpigmente, die aus Pflanzen, Mineralien oder Erden gewonnen werden, sind frei von schädlichen Chemikalien und emittieren somit keine Schadstoffe. Solche Farben strahlen oft eine beruhigende und natürliche Atmosphäre aus und können somit das Wohlbefinden der Bewohner steigern.

Naturfasern: Bei Polstermöbeln, Vorhängen und Teppichen aus Naturfasern sind die Vorteile vielfältig. Sie sind schadstofffrei* und belasten die Raumluft nicht mit unerwünschten Chemikalien. Dank ihrer natürlichen Farben integrieren sie sich harmonisch in die Umgebung und erzeugen eine ruhige und angenehme Atmosphäre. Zudem sind Naturfasern langlebig und neigen nicht zur statischen Aufladung. *Vorsicht: das ist nicht selbstverständlich und sollte immer kritisch hinterfragt werden.

 

Teil 3: Kosten von ökologisch nachhaltigen Baustoffen

Die Verwendung nachhaltiger Baustoffe ist zweifellos eine investitionsintensive Entscheidung. Im Vergleich zu konventionellen Materialien können sie höhere Anschaffungskosten mit sich bringen. Allerdings ist es wichtig zu bedenken, dass diese höheren Kosten oft durch langfristige Einsparungen und gesundheitliche Vorteile ausgeglichen werden. Hier analysieren wir die Kosten von nachhaltigen Baustoffen und setzen sie in Relation zu den potenziellen Vorteilen.

Kostenvergleich:

Als Mehrkosten für baubiologisch verträgliches, nachhaltiges Bauen werden oft Werte zwischen 5 und 15 % genannt im Vergleich zu ihren konventionellen Gegenstücken. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Kostenunterschiede stark von Material zu Material variieren.

Lehm: Lehm ist in vielen Regionen kostengünstig verfügbar und kann eine wirtschaftliche Wahl darstellen.

Kalk: Kalkbasierte Materialien können etwas teurer sein, bieten aber Vorteile wie Schimmelresistenz und Luftreinigung, die die Gesundheit der Bewohner verbessern und potenzielle medizinische Kosten senken können.

Holz: Holz hat oft wettbewerbsfähige Preise, da er auch im konventionellen Bau vielfältig eingesetzt wird und seine natürliche Isolierfähigkeit kann den Energieverbrauch und die Heizkosten erheblich reduzieren.

Hanf: Obwohl Hanf als Dämmmaterial etwas teurer sein kann, bieten seine schalldämmenden Eigenschaften und seine Fähigkeit zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit zusätzlichen Komfort. Die Entsorgungskosten sollten gegenüber erdölbasierten Produkten deutliche Vorteile bringen.

Naturfarben: Naturfarben sind in der Regel leicht teurer als herkömmliche Farben aufgrund der aufwendigeren Gewinnung natürlicher Pigmente. Ihre Verwendung ist jedoch ein Beitrag zur Innenraumluftqualität und damit zur Gesundheit.

Naturfasern: Möbel, Vorhänge und Teppiche aus Naturfasern können tendenziell höher bepreist sein als ihre synthetischen Pendants. Die Investition zahlt sich jedoch in Form von Langlebigkeit und Gesundheitsvorteilen aus.

Langfristige Einsparungen:

Die höheren Anfangsinvestitionen in nachhaltige Baustoffe können sich langfristig auszahlen. Zum Beispiel kann die Verwendung von Holz als Dämmstoff dazu beitragen, Heiz- und Kühlkosten zu senken. Lehm kann zur Verbesserung der Raumluftqualität und zur Vermeidung von Gesundheitsproblemen beitragen. Außerdem haben nachhaltige Baustoffe in der Regel eine längere Lebensdauer, was zu geringeren Instandhaltungskosten führt. Bei den Entsorgungskosten haben sie in der Regel Kostenvorteile.

 

Fazit:

Nachhaltige Baustoffe sind zwar in der Anschaffung teurer, bieten jedoch langfristige Vorteile, die die anfänglichen Kosten rechtfertigen. Diese Materialien tragen dazu bei, Betriebskosten zu senken, indem sie Energieeffizienz fördern, die Gesundheit der Bewohner verbessern und die Umweltauswirkungen minimieren. In der heutigen Zeit, in der Umweltfreundlichkeit und Wohlbefinden immer wichtiger werden, sollten die höheren Kosten von nachhaltigen Baustoffen als eine Investition in eine nachhaltige und gesunde Zukunft betrachtet werden.

 

Weitere Informationen:
DGNB
UBA
IBN

 

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