Elektrosmog, Longevity & Schlafplatzoptimierung – Digital-Detox

Elektrosmog am Schlafplatz & Melatonin:
Messung, Abschirmung & Feldfreiheit für maximale HRV & Tiefschlaf-Regeneration

Die Optimierung von Schlafqualität, zirkadianer Rhythmik & Herzfrequenzvariabilität (HRV) steht im Zentrum moderner Longevity- & Biohacking-Strategien. Viele Menschen tracken ihre Schlafphasen akribisch mit Oura-Ring, Whoop-Band oder Apple Watch, optimieren Ernährung, Lichtspektrum & Supplementierung – stagnieren jedoch bei der Tiefschlaf-Regeneration. Ein häufig unterschätzter Faktor im nächtlichen Exposom ist die Belastung durch elektromagnetische Felder (Elektrosmog) am Schlafplatz. Physikalische Felder wirken ununterbrochen auf den Organismus ein. Wer die zelluläre Regeneration maximieren & oxidativen Stress in der Nacht minimieren möchte, muss die physikalische Umwelt im Schlafzimmer systematisch analysieren, messen & optimieren.

BauBiologie Wagner Elektrosmog & Longevity

Teil 1: Exposom-Relevanz: Warum Gefühle & Vermutungen beim Elektrosmog unseriös sind

Der Schlafplatz ist der mit Abstand kritischste Ort unseres persönlichen Exposoms. Während des Schlafs verbringt der Mensch durchschnittlich 7 bis 9 Stunden an exakt demselben Punkt im Raum. In dieser Phase soll das vegetative Nervensystem vom sympathischen Kampf-oder-Flucht-Modus in den parasympathischen Erholungszustand schalten. Biochemische Reparaturprozesse, die Ausschüttung von Wachstumshormonen (HGH) & die Entgiftung des Gehirns über das glymphatische System finden vorrangig in den Tiefschlafphasen statt.

Unsichtbare Einflüsse im Schlafzimmer

Schein-Lösungen & Vermutungen vermeiden!

Wer bei nächtlichen Schlafstörungen oder schlechten HRV-Werten pauschal zu Nahrungsergänzungsmitteln greift oder unwirksame Pseudo-Schutzprodukte (wie z. B. Handysticker, Harmonisierungs-Chips oder Wunderpyramiden) kauft, handelt aus baubiologischer Sicht unklug. Physik lässt sich nicht wegdiskutieren oder „harmonisieren“. Bitte, wer auf solche Produkte setzen möchte, soll es machen – wir möchten eine mögliche positive (Neben)Wirkung auch nicht gänzlich in Abrede stellen – aber sehen Sie es bitte lieber als optionale zusätzliche Maßnahme & nicht als das eine „DING“.

Eine verlässliche Einschätzung & Reduktion der Belastung ist erst möglich, wenn die physikalischen Felder messtechnisch erfasst, Quellen lokalisiert & Ursachen gezielt beseitigt werden. Das Ziel der baubiologischen Umwelt-Optimierung ist die Herstellung physikalischer Feldfreiheit am Schlafplatz.

Sympathikus & Parasympathikus


Bilden die zwei Hauptäste des vegetativen (autonomen) Nervensystems. Sie steuern unwillkürliche Körperfunktionen wie Herzschlag, Atmung & Verdauung als gegensätzliche Mitspieler (Antagonisten).

Sympathikus: Der Sympathikus ist der Aktivierungs- & Stressnerv des Körpers. Er bereitet den Organismus auf körperliche Höchstleistungen, Anspannung oder Gefahrensituationen vor (Fight or Flight). Unter dem Einfluss von Adrenalin & Noradrenalin steigen Herzfrequenz sowie Blutdruck, die Atemwege weiten sich für eine maximale Sauerstoffaufnahme & die Pupillen vergrößern sich. Gleichzeitig werden Ruheprozesse wie die Verdauung vorübergehend gedrosselt, um alle verfügbaren Ressourcen in die Muskulatur & das Gehirn zu leiten.

Parasympathikus: Der Parasympathikus fungiert als direkter Gegenspieler für Ruhe, Regeneration & Verdauung (Rest & Digest). Sobald Belastung oder Stress nachlassen, senkt er über den zentralen Nervus vagus & den Botenstoff Acetylcholin den Puls sowie den Blutdruck wieder auf ein normales Niveau. Unter seiner Regie entspannt sich die Muskulatur, die Magen-Darm-Tätigkeit wird wieder angeregt & der Körper erhält die Möglichkeit, Nährstoffe aufzunehmen, Zellschäden zu reparieren & seine Energiespeicher aufzufüllen.

WohnGesundheit: Aus baubiologischer Sicht hat die Raumqualität zumindest indirekten Einfluss welches Nervensystem dominiert: Während technische Störfelder (Elektrosmog), Innenraumschadstoffe, Lärm & falsches Licht den Sympathikus in eine chronische Stressbereitschaft versetzen, schaffen reizfreie, naturnahe Räume die Voraussetzung für den Parasympathikus, um in der Nacht die lebenswichtige Regeneration, Entgiftung & Tiefschlafphase einzuleiten.

Teil 2: Die biologischen Wirkmechanismen: Wie Elektrosmog Melatonin, VGCCs & HRV beeinflusst

Biophysikalische Wirkketten: Wie Felder auf Zelle & Nervensystem zugreifen

Elektromagnetische Felder unterteilen sich im Wohnumfeld primär in niederfrequente elektrische & magnetische Wechselfelder (NF, z. B. durch 230V-Hausinstallationen & Elektrogeräte) sowie hochfrequente elektromagnetische Strahlung (HF, z. B. durch WLAN, Bluetooth, 5G & Mobilfunk). Beide Feldformen greifen über physikalisch-biologische Mechanismen in die menschliche Physiologie ein.

  • Unterdrückung der epiphysären Melatonin-Ausschüttung: Die Epiphyse (Zirbeldrüse) produziert in der Dunkelheit das Hormon Melatonin – den zentralen Taktgeber der inneren Uhr, ein mächtiges körpereigenes Antioxidans & einen Haupttreiber der zellulären Autophagie. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Epiphyse elektromagnetische Felder ähnlich wie Lichtreize wahrnimmt. Niederfrequente Magnetfelder sowie hochfrequente Felder können die Enzymaktivität der N-Acetyltransferase hemmen, welche für die Synthese von Serotonin zu Melatonin essenziell ist. Die Folge: Ein verringerter nächtlicher Melatoninspiegel, der zu einer Reduktion der Tiefschlafphasen & einer beeinträchtigten nächtlichen Radikalabwehr führen kann.
  • Aktivierung spannungsgesteuerter Calciumkanäle (VGCCs) & oxidativer Stress: Ein maßgeblicher physikalisch-biologischer Wirkkanal hochfrequenter & niederfrequenter Felder ist die Aktivierung spannungsgesteuerter Calciumkanäle (Voltage-Gated Calcium Channels, VGCCs) in den Zellmembranen. Durch die Einwirkung der Felder kommt es zu einem unkontrollierten Einstrom von Calciumionen in das Zellinnere. Dies löst eine Kaskade biochemischer Reaktionen aus:
    Übermäßige Bildung von Stickstoffmonoxid & Superoxid.
    Entstehung des reaktiven Zellgifts Peroxynitrit.
    Induktion von oxidativem & nitrosativem Stress, der Lipide, Proteine & mitochondriale DNA schädigt.
  • Auswirkung auf die Herzfrequenzvariabilität (HRV) & das vegetative Nervensystem: Das autonome Nervensystem reagiert auf nächtliche EMF-Expositionen häufig mit einer Verschiebung der sympathovagalen Balance zugunsten des Sympathikus. Die Folge ist eine verminderte Herzfrequenzvariabilität (HRV) während der Erholungsphase. Eine niedrige nächtliche HRV signalisiert, dass der Körper im biologischen Stressmodus verbleibt, anstatt in die parasympathische Regeneration umzuschalten.
  • Beeinträchtigung der Hämodynamik & Erythrozyten-Aggregation: Biophysikalische Studien deuten darauf hin, dass EMF-Expositionen das Zeta-Potenzial (die Oberflächenladung) der Erythrozyten herabsetzen können. Dies verringert die elektrostatische Abstoßung der Zellen & begünstigt deren kettenförmige Anlagerung („Geldrollenbildung“). Die daraus resultierende erhöhte Viskosität des Blutes kann die nächtliche Mikrozirkulation in den feinsten Kapillaren beeinträchtigen & den Sauerstofftransport im Gewebe reduzieren.

Exposom-Management

Bezeichnet das gezielte Erfassen, Bewerten & Minimieren aller nicht-genetischen Umwelteinflüsse, denen ein Mensch im Laufe seines Lebens ausgesetzt ist.

Das Lichtspektrum ist der mächtigste biologische Taktgeber der Zelle: Ansteigendes Tageslicht am Morgen & absolute Dunkelheit nachts sichern die Synchronisation zwischen SCN & peripheren Zelluhren – die Grundvoraussetzung für funktionierende Reparaturgen-Expression & zelluläre Longevity.

Zirkadianer Rhythmus & periphere Zelluhren:
Der zirkadiane Rhythmus ist das zentrale biologische Steuerungssystem des menschlichen Organismus. Er steuert den 24-Stunden-Takt von Hormonausschüttung, Körpertemperatur, Zellreparatur & Stoffwechsel. Nahezu jede Zelle des menschlichen Körpers verfügt über eigene molekulare Uhren-Gene (Clock-Genes wie PER1, PER2 & CRY), die von der zentralen Master-Uhr im Gehirn – dem Suprachiasmatischen Nucleus (SCN) – synchronisiert werden.

Morgen- & Tageslicht: Der hohe Blau- & UV-Anteil im natürlichen Sonnenlicht aktiviert das Photopigment Melanopsin. Dies signalisiert dem SCN den Beginn des Tages, steigert die Cortisol-Ausschüttung, erhöht die Herzfrequenz & unterdrückt die Melatonin-Produktion.

Abend- & Nachtdunkelheit: Das Fehlen kurzer Lichtwellen (Blaulicht) signalisiert dem SCN das Ende der Aktivitätsphase. Die Zirbeldrüse beginnt mit der Synthese von Melatonin aus Serotonin, leitet die Absenkung der Kerntemperatur ein & aktiviert Reparaturprozesse.

Elektromagnetische Felder aktivieren spannungsgesteuerte Calciumkanäle (VGCCs) der Zellen & können die nächtliche Melatoninsynthese hemmen – physikalische Feldfreiheit am Schlafplatz ist somit eine Grundvoraussetzung für effektive Autophagie & maximale HRV-Regeneration.

Teil 3: Die 5 physikalischen Feldarten im Schlafzimmer

Um eine echte physikalische Feldfreiheit zu erreichen, bedarf es einer systematischen Ursachenanalyse. Feldarten werden in der Baubiologie in Wechselfelder (dynamische Felder) & Gleichfelder (statische Felder) unterteilt. Unsichtbare Felder – was in der Natur der Sache liegt – lassen sich „nicht“ schätzen, sondern müssen mit geeigneten physikalischen Messgeräten quantifiziert werden.

Es gibt sehr feinfühlige Menschen, die diese Felder wahrnehmen. Gemeint ist in diesem Zusammenhang die messtechnische Erfassung.

Messung, Quellen & baubiologische Richtwerte

Die 5 Feldkategorien im Schlafraum & deren Steuerbarkeit

  • Niederfrequente elektrische Wechselfelder (NF-E): Entstehen durch unter Spannung stehende Kabel in der Wand, Verlängerungsleitungen, Nachttischlampen & Elektrogeräte – dafür muss nicht zwangsläufig ein Verbraucher eingeschaltet sein. Sie koppeln kapazitiv an den menschlichen Körper an.
    Steuerbarkeit: Sehr hoch (Netzfreischaltung, geschirmte Leitungen, 2-polige Schalter, Stecker ziehen).
  • Niederfrequente magnetische Wechselfelder (NF-M): Entstehen, sobald Strom fließt (z. B. durch aktive Verbraucher, Netzteile, Durchgangsverdrahtungen oder Ausgleichsströme auf metallischen Leitungen). Im Namen liegt es schon „offensichtlich versteckt“ – Sie kennen dieses Prinzip vom Elektromagneten.
    Steuerbarkeit: Hoch (Abstand vergrößern, Netzteile entfernen, Stromverbraucher nachts abschalten).
  • Hochfrequente elektromagnetische Felder (HF): Werden von WLAN-Routern, Smartphones, Smart-Home-Komponenten, DECT-Telefonen sowie umliegenden Mobilfunkmasten abgestrahlt.
    Steuerbarkeit: Mittel bis hoch (Flugmodus, WLAN-Abschaltung, physikalische Schirmung bei externen Quellen).
    Gänzlich entgehen kann man aber fast nicht mehr.
  • Elektrische Gleichfelder (Elektrostatik / Statische Aufladung): Entstehen durch Reibung & Ladungstrennung an synthetischen Oberflächen (Polyester-Bettwäsche, Teppiche aus Kunstfasern, elastische Schaumstoffmatratzen, Kunststoffgehäuse & Kunstharzlacke). Statische Ladungen führen zu einer Erhöhung der Staubkonzentration in der Atemluft & können das vegetative Nervensystem polarisieren.
    Steuerbarkeit: Sehr hoch (Wechsel auf Naturmaterialien wie Baumwolle, Wolle, Echtholz, Naturlatex & Ausgleich der Luftfeuchte).
  • Magnetische Gleichfelder (Magnetostatik / Erdmagnetfeld-Verzerrungen): Entstehen durch aufmagnetisierte Metalle im Umfeld des Schlafplatzes (Federkernmatratzen, metallische Bettgestelle, Stahlträger im Boden oder direkte Nähe zu Heizkörpern). Sie verzerren das natürliche Erdmagnetfeld, welches biologisch als Orientierungsrahmen für den Organismus dient.
    Steuerbarkeit: Sehr hoch (Einsatz metallfreier Holzbetten, Naturlatex- oder Kokosmatratzen & Einhaltung von Sicherheitsabständen zu Stahlkörpern).

Den durchaus interessanten Bereich der geologischen Störungen klammern wir in dieser Betrachtung bewusst aus. Freuen Sie sich aber auf diesen Beitrag zu einem zwar kontroversen aber spannenden Thema.

Teil 4: Elektrosmog am Arbeitsplatz

Die nächtliche Erholung des Körpers ist die Basis – die Kür der Optimierung ist die Einbeziehung des Arbeitsplatzes. 8 bis 10 Stunden kontinuierlicher physikalischer Stress – auch das lässt sich optimieren! Weniger Elektrosmog am Schreibtisch fördert die kognitive Leistungsfähigkeit, vermindert mentale Ermüdung & verbessert die Tages-HRV.

HomeOffice & Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

Die typischen Fallen im HomeOffice

  • Fehlende Erdung bei Laptops: Laptops mit 2-Pol-Eurosteckern (ohne Schutzkontakt-Erde) bauen über das Gehäuse & die Tastatur enorme elektrische Wechselfelder auf, die direkt auf Hände & Arme überkoppeln.
  • WLAN-Router auf dem Schreibtisch: Die Platzierung des Routers in unmittelbarer Nähe zum Kopf führt zu extrem hohen HF-Dauerleistungen.
  • DECT-Telefon: Achten Sie auf Abstand & schaffen Sie ein Telefon mit einem strahlungsarmen Eco-Modus an.
  • Kabelchaos & Mehrfachsteckdosen: Ungeschirmtes Kabelgewirr direkt unter der Fußablage erzeugen starke niederfrequente Felder im Bein- & Beckenbereich.
  • Monitore: Oft werden zuhause günstige Consumer-Monitore eingesetzt. Mäßige Farbwiedergabe, mangelhafter Betrachtungswinkel, suboptimale Leuchtdichte & teils bescheidene Flimmerfreiheit können hier nicht nur für die Ermüdung der Augen negative Folgen haben.
    Monitore nach TCO-Norm sind hier vorzuziehen.
  • Beleuchtung: Licht ist nicht gleich Licht. Neben einer angenehmen Helligkeit ist vor allem auf gute Farbwiedergabe & Flimmerfreiheit zu achten.

Relevanz für Unternehmen

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

In modernen Bürolandschaften & Großraumbüros summieren sich die Feldquellen: flächendeckende DECT-Mehrzellensysteme, industrielle WLAN-Access-Points direkt über den Köpfen der Mitarbeiter & ungeschirmte Kabelkanäle an den Schreibtischen.

Fortschrittliche Unternehmen setzen im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) auf strahlungsarme & niederfrequenzoptimierte Arbeitsplätze. Dies kann den Krankenstand senken & sichert die mentale Fokus-Performance des Teams.

Teil 5: Spezialbereich Kinderzimmer

Das Kinderzimmer nimmt in der baubiologischen Praxis eine Sonderstellung ein. Es ist Schlaf- & Lebensbereich zugleich: Hier wird geruht, gelernt, gespielt & digital kommuniziert. Diese funktionale Verdichtung führt häufig zu einer hohen Konzentration unterschiedlicher Emittenten auf engstem Raum.

Der Multifunktionsraum schlechthin

Erhöhte biologische Vulnerabilität von Kindern

  • Dünnere Schädelknochen & höhere Gewebeleitfähigkeit: Hochfrequente Strahlung dringt tiefer in das Gewebe & die Gehirnareale von Kindern ein.
  • Zellteilung & Entwicklung: Das Nervensystem & das Immunsystem befinden sich im ständigen Aufbau – zellulärer Stress durch VGCC-Aktivierung kann hier besonders nachhaltige Folgen für die Kognition & Konzentrationsfähigkeit haben.
  • Kombinationsfelder im Raum: Unabgeschirmte Nachttischlampen direkt am Kopfende, WLAN-Repeater im Flur, Bluetooth-Boxen & Tablets beim Lernen erzeugen eine Dauerbelastung.

Auch wenn es manchmal „wehtut“: Uns ist bewusst, dass gerade Jugendliche glauben, das WLAN auch nach 22:00 Uhr unbedingt zu „benötigen“.
Das Kinderzimmer erfordert maximale physikalische Vorsorge: Durch die Kombination aus biologischer Empfindlichkeit & multifunktionaler Nutzung ist hier möglichst absolute Feldfreiheit am Bett – ohne WLAN & ohne elektrische Wechselfelder; zumindest in der Nacht – das Ziel.

Sensibles Thema Kinderzimmer

Optik ist nicht alles!

Oft werden Kinderzimmer mit viel Hingabe liebevoll eingerichtet. Die Farbe ist genau abgestimmt (aber nur schön, nicht schadstofffrei), jedes Accessoire passt & das Babyphone überträgt permanent Bild & Ton.

Ob das wirklich das Beste für Ihr Kind ist, oder ob nicht andere Faktoren eine größere Beachtung verdienen, erfahren Sie in diesem Beitrag!

Teil 6: Konkrete Maßnahmen & Schirmung

Die Reduktion der Belastung folgt dem baubiologischen Grundsatz: Vermeidung vor Abschirmung. Erst wenn Distanzierung & Quellenbeseitigung nicht ausreichen, kommen physikalische Schirmmaßnahmen zum Einsatz. Dies ist übrigens auch der wirtschaftlichste Ansatz!

Soforthilfe, Netzfreischaltung & physikalische Abschirmung

Sie müssen nicht sofort teure Abschirmmaßnahmen ergreifen! Die Hauptbelastungen können Sie sehr günstig reduzieren.

Quelleneliminierung & Distanzierung (Verhaltensbasierte Optimierung)

  • Digital-Detox auf Frequenzebene: Aktivieren Sie nachts konsequent den Flugmodus aller mobilen Geräte. Schalten Sie WLAN-Router über eine Zeitschaltuhr oder manuelle Abschaltung zwischen 22:00 & 06:00 Uhr aus.
    Bei vielen Routern lässt sich die Sendeleistung manuell einstellen. Prinzip: Gerade soviel wie nötig, nicht so viel wie möglich!
  • Distanz schaffen: Halten Sie einen Mindestabstand von 1,5 bis 2 Metern zwischen Bettkante & elektrischen Verbrauchern (Radiowecker, Ladekabel, Mehrfachsteckdosen) ein.
  • Netzstecker richtig herum einstecken oder auf 2-polige Schalter setzen. Grundsätzlich Schuko-Stecker gegenüber 2-poligen bevorzugen.
  • Metallfreie Schlafumgebung: Vermeiden Sie Federkernmatratzen & metallische Bettgestelle, da diese als Passivantennen niederfrequente elektrische Felder ankoppeln & verzerrte Magnetfelder verstärken können.

Technische & bauliche Sanierungsmaßnahmen

  • Einbau von Netzfreischaltern (Feldfreischaltern): Ein Netzfreischalter wird im Sicherungskasten (ggf. in der Verteilerdose des Raumes) installiert. Er trennt den Stromkreis des Schlafzimmers automatisch oder manuell vom 230V-Netz.
  • Geschirmte Kabel & Steckdosenleisten: Bei Sanierungen oder Neuinstallationen sollten ausschließlich geschirmte Installationskabel (NYM-ST-J) & geschirmte Hohlwanddosen eingesetzt werden.
  • Physikalische Hochfrequenz-Abschirmung: Bei hoher externer Einstrahlung (z. B. durch nahegelegene Mobilfunkmasten) helfen hochwirksame physikalische Barrieren:
    Abschirmfarben auf Kohlenstoffbasis (leitfähig): Werden als Grundierung unter dem Wandanstrich aufgetragen.
    Abschirmstoffe & Baldachins: Spezialgewebe mit eingewebten Silber- oder Kupferfäden dämpfen hochfrequente Strahlung.

Ehrliche Einordnung: Wir empfehlen in Bestandsgebäuden immer mit den einfachen & günstigen Maßnahmen zu beginnen & die Auswirkungen bspw. auf Schlaf, Kopfschmerzen etc. zu beobachten. Diese Low-Cost-Maßnahmen können bereits zu einer erheblichen Verringerung der Feldbelastungen führen.

Motto:

  • Alles, was kein Geld kostet,
  • alles, was keinen Komfort kostet,
  • oder nur (sehr) kleine Verhaltensänderungen erfordert,

einfach sofort umsetzen!

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Fehlsanierungen vermeiden & Fazit

Die Reduktion von Elektrosmog am Schlaf- & Arbeitsplatz ist keine Frage des Glaubens, sondern ein physikalisch messbarer & biologisch wirksamer Baustein der persönlichen Gesundheitsvorsorge & Longevity-Strategie. Wer sein nächtliches Exposom systematisch bereinigt, senkt den biologischen Stresspegel, stabilisiert die zirkadiane Rhythmik & schafft die physikalischen Voraussetzungen für maximale zelluläre Regeneration.

Wer Zeit & Ressourcen in Biohacking investiert, sollte der physikalischen Raumumwelt denselben Stellenwert einräumen wie Ernährung & Bewegung – denn eine gestörte nächtliche Zellerholung lässt sich durch kein Supplement der Welt kompensieren. Die konsequente Entlastung von Schlafplatz, Kinderzimmer & Schreibtisch schafft eine reizarme Schutzzone, von der die gesamte Familie langfristig profitiert.

  • Verhalten & Distanz vor Investition: Kostenlose Verhaltensänderungen (Flugmodus, WLAN-Zeitschaltuhren, Stecker ziehen, Abstände vergrößern) bringen oft bereits den Großteil der Entlastung.
  • Messen statt Raten: Nur objektive Messungen zeigen, welche Feldarten & Feldstärken am Schlafplatz tatsächlich vorliegen.
  • Gezielte Sanierung statt Esoterik: Schirmmaßnahmen (Netzfreischalter, geschirmte Kabel, Abschirmfarben) statt pseudowirksame Harmonisierungsstecker.

Vermeiden Sie teure Fehlinvestitionen in unüberprüfte Esoterik-Produkte!
Setzen Sie stattdessen auf fundierte Messungen & gezielte Sanierungsschritte.

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Weiterführende Informationen & Fachportale

Für eine vertiefte Recherche:
Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) – Themenbereich Elektromagnetische Felder
Institut für Baubiologie + Nachhaltigkeit (IBN) – Standard der Baubiologischen Messtechnik (SBM)
Diagnose:Funk e.V. – Fachportal für Umwelt- & Verbraucherschutz
Umweltbundesamt (UBA) – Innenraumhygiene & Gesundheit
Verbraucherzentrale – Ratgeber Elektrosmog & Strahlungsminimierung
Umwelt·medizin·gesellschaft (UMG) – Fachzeitschrift für Umweltmedizin
Dr. Lebrecht von Klitzing – Umwelt- & Medizinphysik

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